Tag 5 - Wir machen auf Kultur

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Kategorie: Bali 2011
Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Christian

Heute haben wir mal einen auf Kultur gemacht.

Wir haben uns vom Taxi zum Tempel Pura Lempuyang fahren lassen (ca. 20 Minuten Fahrzeit von Tulamben), um die dortigen Tempel zu besichtigen. Es sind sieben Stück an der Zahl. Und wie es sich für Tempel gehört, sind sie natürlich auf einem Berg.

Der Fahrer hat uns am Eingang zur Tempelanlage rausgelassen. Kaum angekommen wurde wir gleich erst Mal aufgefordert uns ins Gästebuch einzutragen. Natürlich verbunden mit einer kleinen Spende. 50.000 RP (ca. 4 EUR) haben wir gespendet. Ein lokaler Guide für 150.000 RP wurde uns auch gleich angeboten und wir haben angenommen.

 

Tempelanlage bedeutet nicht eine große Anlage, sondern eine Anlage aus sieben Tempeln, die über den Berg zerstreut sind. Der erste Tempel am Fuss der Anlage, der siebte Tempel auf dem Gipfel des Bergs (oder so ähnlich). Das heißt auch: über 1700 Treppenstufen den Berg hinauf zum siebten Tempel und natürlich auch wieder runter Überrascht

Der erste von sieben Tempeln

Der Guide war ein netter Einheimischer, der ausreichend Englisch aber natürlich kein Deutsch gesprochen hat.  Er war aber total nett und bemüht uns alles zu erklären. Und als Bine so ein wenig gestöhnt hat auf dem Weg nach oben, meinte er nur "slowly slowly".

Die Stufen nach oben

Vom ersten zum zweiten Tempel führte eine ca. zwei km lange schmale Straße, steil auf, steil ab. Wir könnten für 10.000 RP mit dem Moped vom ersten zum zweiten Tempel fahren, meinte der Guide.  Wir doch nicht, wir sind schließlich zum Laufen hier. Ob wir diese Entscheidung später bereut haben? Nein, eigentlich nicht, aber wäre schon leichter gewesen.

Ab dem zweiten Tempel ging es dann nur noch steile Treppen hinauf zum Gipfel. Vom zweiten zum sechsten Tempel und dann hoch hinauf zum siebten Tempel. Die anderen drei würden wir dann auf dem Rückweg besichtigen.

Kurz vorm "Tempel des Lichts" begegneten uns dann die ersten Affen.

Ein Affe auf dem Weg zum Tempel des Lichts

Vor denen hatte uns der Führer gewarnt, zwei größere Exemplare seien ziemlich agressiv. Zur Sicherheit hatte er auch unterwegs einen Stock zur Hand genommen. Aber von Agressivität keine Spur, sie sind friedlich geblieben. Am Tempel selbst laufen dann jede Menge Affen rum, die nichts besseres zu tun haben, als die Opfergaben (z.B. Reis) zu klauen. Und somit hat der Priester dort nichts besseres zu tun als das "lästige Viehzeug" von den Opfergaben fern zu halten.

Tempel des Lichts

Die Wolkengrenze hatten wir beim siebten Tempel schon erricht, somit war es alles etwas nebelig, aber wir wurden für die Strapazen des Aufstiegs trotzdem mit einer tollen Aussicht belohnt. Und über 1.700 Treppenstufen sind eine echte Strapaze. Unterwegs überlegt man, warum man sich das eigentlich antut. Aber irgendwie macht's halt auch Spaß. So ein bisschen ist hier was dran: Der Weg ist das Ziel.

Ausblick vom siebten Tempel

So, wo es rauf geht, geht es bekanntlich auch wieder runter. Und so steil wie der Aufstieg, war natürlich auch der Abstieg. Und von wegen runter ist einfacher als rauf. Nach drei Stunden Aufstieg ist auch der Abstieg alles andere als ein Kinderspiel.

Und runter zum Tempel fünf ging es dann auch noch einen schlammigen, runtschigen Dschungelpfad entlang.

Dschungelpfad zum Tempel 5

Auch hier war der Guide wieder super nett, hat Bine den Pfad sicher entlanggeführt und auch immer mal wieder nach mir Ausschau gehalten.

Tempel 4

Und am Tempel vier wurden wir noch mal mit einem fantastischen Ausblick über die Landschaft belohnt.

Ausblick am Tempel 4

Nicht zum ersten Mal ist uns auf Bali das in Deutschland zu recht verpönte Hakenkreuz aufgefallen.

Stein am Tempel 4

Auf unser Nachfrage hin hat der Guide das Symbol mit der balinesischen Bedeutung wie folgt erklärt. Es handelt sich für die Balinesen um ein wichtiges Symbol. Die waagerechte Linie steht für die Verbindung von Menschen. Der Teil der senkrechten Linie, der nach unten weg geht, steht für die Verbindung der Menschen mit der Erde, den Tieren usw. Der Teil der senkrechten Linie, der nach oben weg geht, steht für die Verbindung zu Gott. Und die Linien, die immer vom Ende nach rechts weggehen stehen dafür, dass rechts herum immer richtig ist.

Zu guter Letzt gab's dann noch Tempel drei - ein kleines, schwarzes Häusschen - in dem die Quelle des heiligen Wasser zu finden ist (oder besser gesagt: daneben eine Pumpe, die das vom Berg herunterfliessende Wasser weiterpumpt).

Nach gut viereinhalb Stunden hatten wir dann wieder den ersten Tempel erreicht. Total erledigt, aber doch froh, die Tour gemacht und durchgehalten zu haben.

Auf dem Rückweg haben wir dem Fahrer noch gesagt, er soll mal irgendwo anhalten, wo ich eine Handy-SIM-Karte bekomme. Hat mich dann 10.000 RP gekostet die Prepaid-Karte inkl. 5.000 RP Startguthaben. Eine SMS von Bali nach Deutschland mit der SIM-Karte hat 600 RP gekostet.

Und einen weiteren Stop haben wir noch an den Reisterassen eingelegt, ein super schöner Anblick.

Reisterassen

Zurück im Bungalow gab's dann nur noch eins: Ab unter die Dusche und danach einen Happen essen. Tauchen war heute nicht mehr angesagt, wir waren beide fix-und-foxy, wie man so schön sagt.

Nachdem wir allerdings die restlichen 4.400 RP unserer Telefonkarte für ein "kurzes Hallo" (wörtlich gemeint) mit Amanda aufgebraucht haben, haben wir stattdessen Bine's Skype-Konto mit 10.00 EUR aufgeladen. Und dank kostenlosem WiFi und 1,9 Cent / Minute konnten wir dann noch eine Telefonrunde starten. Die Verbindungsqualität war alles andere als berauschen, aber um sich mal zu melden hat es gereicht.

Abends gab's dann wieder Essen (dieses Mal ohne Bilder) im Günstig-Restaurant.

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