Tag 12 - Don't kill the seahorse

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Kategorie: Bali 2011
Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Christian

Heute war ein Relax-Tag angesagt. Für unsere Verhältnisse waren wir relativ früh aufgestanden. Bine ging es aber nach dem Frühstück irgendwie nicht so gut und daher ging es erst mal ab auf die Sonnenliege, bisschen in der Sonne brutzeln. Ach ja, heute war hier wieder ein strahlend sonniger Tag. Morgens war allerdings Hochwasser und ordentlich Brandung am Einstieg zum Hausriff.

 

Brandung am Einstieg zum Hausriff

Wir wollten am Hausriff den Leaf Scorpionfish noch mal besuchen. Und wir hatten Glück, er war tatsächlich noch da. Nicht genau am gleichen Platz, aber nur wenige Zentimeter daneben. Und mit viel Geduld gelang mir dann auch halbwegs das Foto, was ich haben wollte. Denn so ca. alle 5 Minuten hat er mal sein Maul schön weit aufgrissen und davon wollte ich gern ein Bild haben.

Leaf Scorpionfish Leaf Scorpionfish open mouth

Natürlich gab's noch dies und das zu sehen, die Netzmuräne war auch wieder da und neben einem Loch im Boden war noch eine winzige Garnele auszumachen. Auch mal wieder nicht größer als 1 1/2 cm.

Unscheinbare Garnele

Ein kapitaler Baracuda stand auf 7m regungslos da und ließ mich bis auf ca. 50cm rankommen. Schnell ein Foto und dann schnell weg, denn irgendwie traue ich den Viechern nicht. Aber sind ja auch wilde Tiere und wir sind hier ja auch nicht im Streichelzoo.

Baracuda ganz nah

Nach einem kleinen Snack ging es dann wieder ab in die Sonne. Oder vielmehr in den Halbschatten.

Am Nachmittag ging es dann wieder zum Drop Off. Kurz nach dem Abtauchen begegneten uns schon die ersten Schnecken. Meine fotografischen Fähigkeiten scheinen jetzt aber eher schlechter als besser zu werden, denn die Bilder wurden alle irgendwie nix. Unscharf, zu hell, ...

Mit Ausnahme des Drachenkopf, der war groß genug für mich. Gefunden hat ihn natürlich wieder Bine Küssend

Drachenkopf

Wir waren uns nicht sicher, ob wir nochmal zum Seahorse wollten. An der Stelle angekommen, entschieden wir uns aber dann, noch einen kurzen Abstecher dahin zu machen. Bine hatte extra einen Strohhalm mitgenommen, mit dem sie auf das Seepferdchen deuten wollte. Denn es war durch den Sucher immer schwer zu erkennen, wenn es einmal aus dem Sucher raus war.

Das machte Bine auch, deutete immer schön zum Seepferd, natürlich ohne das Tier zu berühren oder sowas.

Pgymäen-Seepferd

Und während ich so schön am Fotografieren war ("die Aufnahme" ist mir leider noch immer nicht gelungen), kam eine andere Taucherin zu Bine und hielt ihr ein Schild hin "Don't kill the seahorse". Dabei waren wir so vorsichtig und ließen alles so zurück, wie wir es vorgefunden hatten. Und Bine nutzte den Strohhalm ja schließlich nicht dazu, um das Seepferd anzustossen.

Bine fühlte sich total ungerecht behandelt, gerade sie, die Mutter Theresa der Tierwelt, die sogar mit einem fremden, streunenden Kater aus dem Dorf zum Tierarzt fährt, weil er eine Wunde hat. Gerade sie muss sich den Spruch anhören, "don't kill the seahorse". Total ungerecht und ungerechtfertigt.

Der Spruch ging ihr noch lange durch den Kopf und die Lust am Seepferd ist ihr damit gründlich vergangen.

Ich versuchte mich den halben Nachmittag lang bei Ocean Sun für die morgige Tour zum Manta Point anzumelden. Bine wollte da nicht noch mal hin, hatte mir aber grünes Licht gegeben, wenn ich dort gern noch mal hin würde wollen.

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