Tag 13 - Manta-Manta & Mola-Mola
Heute war für mich wieder Manta Point angesagt, während Bine auf die Tour verzichtete und stattdessen einen Relax-Tag einlegte.
Bine erholte sich also von den bisherigen Strapazen des Urlaubs, während ich mich wieder auf den Weg zum Manta Point machte. Und ich muss sagen: Ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können.
Angesagt waren 3m hohe Wellen im Kanal zum Manta Point. Aber von den Wellen war nix zu sehen, fast schon absolut ruhige See. Ok, bisschen Welle gab's schon, aber alles halb so schlimm. Ausserdem hatte ich wieder mit Tabletten gegen Seekrankheit vorgesorgt. Zwei Zintona auf dem Weg und am Hafen noch mal eine von den Tabletten, die mir Ric vom Ocean Sun gegeben hatte.
Am Manta Point angekommen dann "the same procedure". Rein in die Klamotten, abtauchen, rein in die Bucht. Und schon kurz vor der Bucht kreuzten die ersten beiden Mantas meinen Weg.
Wir waren zwei Gruppen, eine Gruppe mit vier Anfängern und eine zweite Gruppe mit zwei Anfängern und einem Erfahrenereren. Ich war irgendwie dazwischen und eher für mich allein. Letztlich waren wir aber alle in der Nähe von der Putzerstation am Manta Point.
Dieses Mal musste ich nicht lange warten, schon nach wenigen Minuten kamen die nächsten Mantas. Und dann noch einer und noch einer und noch einer... so um die neun zählte ich und es war schon der Hammer, sie führten die tollsten Sachen vor, alle schön hintereinander, wie an der Schnur gezogen.
Und am "Putzerfelsen" konnte man ihnen ganz nahe kommen. Und die Gelegenheit nutze ich natürlich auch.

Nach einer knappen Stunde tauchten die anderen wieder auf. Kurze Zeit später ich ebenfalls. War schon ein wirklich fantastisches Schauspiel, dass die Mantas da unter Wasser boten. Dieses Mal war mir nicht ganz so kalt, weil ich mich eher im Flachwasserbereich des Putzerfelsen aufhielt. Aber durchgefroren war ich trotzdem.
Vom Manta Point ging es dann weiter zu Crystal Bay. Eine wunderschöne, malerische Bucht. Wären da nicht die vielen Boote gewesen, die dort zum Tauchen oder Schnorcheln waren. Aber wir ja auch.
Nach einem guten Mittagessen an Board (gab wieder sehr, sehr lecker Lunchpakete mit Reis, Fleisch, Gemüse, ...) teilte Ric die Gruppen dann so ein, dass eine kleine Gruppe (Ric, ein finischer Mittaucher und ich) etwas tiefer gehen konnten und die zweite Gruppe sich bei max. 20 Meter aufhielt.
Und dann ging's los. Zunächst über Sand, dann aber am Korallenriff weiter. Wir hielten uns eine ganze Weile bei 30m auf und Leute, ich kann Euch sagen, es war schweinekalt dort unten. Aber es ging auch noch kälter, als wir durch eine gefühlt eiskalte Strömung tauchten (der Computer zeigte später 20°C an). Und da war dann plötzlich am Grund ein Schatten zu sehen. Sollte das tatsächlich ein Mola-Mola sein? Ich deutete darauf und auch Ric deutete dort hin.

Also ab nach unten, nachschauen! Und tatsächlich, da war er, der Mola-Mola. Tiefe auf dem Tauchcomputer deutlich jenseits der 40m Marke. Aber wir hatten den Tauchgang ja auch so geplant und ist ja auch ein Tiefseefisch, der Mola-Mola. Viel Zeit blieb uns auf der Tiefe nicht, denn wir mussten ja ein wenig auf unsere Luft achten. Also schnell zwei, drei Bilder vom Mola-Mola und dann langsam wieder nach oben.

Drei Minuten Deko hatte ich mir eingefangen, Ric sogar sieben Minuten. Aber das passte schon. Auf 17m hatte ich eine Minute Deep Stop, danach langsam weiter nach oben und die Deko im flachen Bereich der Crystal Bay "absitzen". Nahezu kein Wellengang, quasi keine Strömung, also fast ideale Bedingungen.
Was will man mehr von einem Tauchtag? Eine ganze Horde Mantas, die ihren Tanz aufführen und dann zum Abschluß auch noch der Mola-Mola. Das war einfach nur Geil, Geil,Geil 
Zurück in der Unterkunft lief mir gleich Bine über den Weg. Sie wollte um 17:00 Uhr eigentlich mit Ben Tauchen gehen. Ben hatten wir auf der ersten Tour zum Manta Point kennengelernt. Er hatte aber leider gerade den Tauchgang abgesagt, weil seine Massage um 17:00 Uhr war. Also war heute gar nichts mit Tauchen bei Bine.
Abendessen waren wir dann im Restaurant vom Ocean Sun. War gut, wie auch letztes Mal schon.
Wie sich später herausstellte, war mein (Bine) Essen dann doch nicht so gut. Habe mich vor dem zu Bett gehn dann des Mageninhaltes entleert.

